Das wallonische Raumfahrtunternehmen Aerospacelab beteiligt sich am europäischen Satellitenprojekt Iris2. Die EU-Kommission hat mit dem Konsortium SpaceRISE eine Vereinbarung für den Aufbau der Satellitenkonstellation unterzeichnet.
Geplant sind 66 zusätzliche Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn. Insgesamt soll Iris2 aus 348 Satelliten bestehen und eine sichere, unabhängige Kommunikation für EU-Staaten ermöglichen, zum Beispiel in Krisensituationen oder zum Schutz von kritischer Infrastruktur.
Auch Norwegen und Island werden an dem Projekt beteiligt. Die ersten Dienste sollen ab 2029 verfügbar sein. Auch Thales Alenia Space mit einer Fabrik in Charleroi und die deutsche Firma OHB mit ihrer Tochter Antwerp Space sind beteiligt.
Das Budget war zunächst auf elf Milliarden Euro geschätzt worden. Durch die Erweiterung der Satelliten muss nun mehr Geld veranschlagt werden.
Die zuständige Föderalministerin Vanessa Matz (Les Engagés) zeigte sich hocherfreut: Der Auftrag zeige, wie stark die belgische Raumfahrtindustrie in letzter Zeit gewachsen sei.
belga/dop