Die Muttergesellschaft von Bpost, Bnode, hat ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026 deutlich gesenkt. Das Unternehmen rechnet nun nur noch mit einem Betriebsergebnis von 140 Millionen Euro. Im Mai war es noch von mehr als 165 Millionen Euro ausgegangen.
An der Brüsseler Börse verlor die Aktie am Morgen bis zu zehn Prozent und fiel auf 1,32 Euro. Das ist nur knapp über ihrem bisherigen Rekordtief.
Belastet wurde das Ergebnis unter anderem durch den wochenlangen Streik bei Bpost im Frühjahr. Beschäftigte hatten gegen neue Arbeitszeiten für Briefträger protestiert. Nach Unternehmensangaben kostete der Arbeitskampf 25,5 Millionen Euro - das sind gut zehn Millionen Euro mehr als erst gedacht.
Im ersten Halbjahr hat Bnode rund 1.500 Vollzeitstellen abgebaut. Um den stark rückläufigen Briefversand auszugleichen, setzt Bpost vor allem auf das Paketgeschäft: Ab Ende September soll es möglich sein, Pakete später im Tagesverlauf abzugeben. Trotzdem sollen sie am Folgetag zugestellt werden.
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