Die belgische Regierung verfolgt die Entwicklung in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta genau. Das schrieb Außenminister Maxime Prévot auf der Plattform X. Er wies nachdrücklich darauf hin, wie wichtig der Schutz der EU-Außengrenzen ist. Zehntausende Migranten sind in den vergangenen Tagen irregulär in die Exklave an der Meerenge von Gibraltar gelangt.
Wenn ein Mitgliedsstaat an der Außengrenze so unter Druck gerate, dann sei das eine europäische Angelegenheit und nicht nur eine spanische. Der Schutz der EU-Außengrenzen bleibe eine Priorität der belgischen Regierung.
Grenzkontrollen, eine strengere Haltung gegenüber illegalen Migranten und die Zerschlagung des Geschäftsmodells der Menschenschmuggler würden nicht im Widerspruch zu einem humanen Vorgehen stehen. Sie seien vielmehr eine Voraussetzung dafür, so Prévot.
Asyl- und Migrationsministerin Anneleen Van Bossuyt sagte, die Bilder aus Ceuta zeigten, dass die EU eine entschlossene Migrationspolitik brauche. Wer illegal nach Europa komme, dürfe kein Aufenthaltsrecht bekommen.
belga/vrt/est