Der luxemburgische EU-Kommissar erinnerte daran, dass auch Europa mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert sei. Folgen, die leider nicht einfach wieder verschwinden würden. Die Landwirte gehörten zu den ersten Opfern, so Hansen weiter, nicht nur, was Wald- und Naturbrände angehe, sondern auch in puncto Trockenheit.
Umso wichtiger sei es, mehr Wasser zu speichern, wenn es im Überfluss vorhanden sei, um es in Zeiten nutzen zu können, wenn nicht genug Wasser zur Verfügung stehe. Nur so könne man auch bei Trockenheit Brände effektiv bekämpfen und die Felder ausreichend bewässern.
Auch viele andere Bereiche hätten einen erheblichen Wasserbedarf, etwa Rechenzentren. Und selbst für die Energiegewinnung sei Wasser absolut essenziell. Für diese Art der Vorsorge brauche man allerdings auch die entsprechende Infrastruktur. Der EU-Kommissar hob aber auch hervor, dass allgemein sparsamer mit Wasser umgegangen werden müsse, etwa durch eine Anpassung der Landwirtschaft, um weniger Wasser zu verschwenden.
Ein weiterer wichtiger Punkt seien Versicherungen: Viele Landwirte und Produzenten seien nicht ausreichend versichert gegen extreme Wetterphänomene, warnte Hansen. Die EU arbeitete aber daran, um das Versicherungsangebot entsprechend anzupassen.
Boris Schmidt