Weniger als ein Fünftel der Beschäftigten der Brüsseler Feuerwehr ist am Samstag zur Arbeit in den Kasernen erschienen. Die Notrufzentrale 112 funktioniert mit rund der Hälfte der Belegschaft.
Die Hauptforderung der Brüsseler Feuerwehr lautet: Wir brauchen mehr Personal. Die Zahl der Beschäftigten befindet sich laut Nachrichtenagentur Belga auf einem historischen Tiefstand. Und das führt zu Engpässen.
Allein für den Call-Center, in dem die Anrufe der Notrufnummer 112 angenommen werden, fordern die Feuerwehr-Gewerkschaften zehn neue Mitarbeiter. Außerdem müsse eine neue Welle von Rekrutierungen im September, spätestens aber im Oktober starten.
Den bisherigen Zusagen der Regionalregierung, auf die Forderungen der Feuerwehr einzugehen, seien bislang keine konkreten Maßnahmen gefolgt, beklagen die Gewerkschaften.
Die Verhandlungen mit dem Kabinettschef von Ministerpräsident Boris Dilliès (MR) am Freitag hätten keine Fortschritte gebracht. Dilliès selbst war bei den Gesprächen nicht mit dabei. Samstag soll es eine neue Verhandlungsrunde geben.
belga/kwa/est