Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair zieht fünf Flugzeuge vom Regionalflughafen Charleroi ab und streicht in Belgien zwei Millionen Sitzplätze für die Wintersaison 2026 und die Sommersaison 2027.
In einer Pressemitteilung erklärt Ryanair, das Unternehmen reagiere damit auf die Erhöhung der Flugsteuer durch die Föderalregierung. Diese Steuer steigt ab dem 1. Januar 2027 von fünf auf sieben Euro für Flüge über 500 Kilometer. Ursprünglich war von einer Erhöhung auf zehn Euro die Rede gewesen.
Ryanair erklärte, man habe Premierminister Bart De Wever eindringlich und wiederholt dazu aufgefordert, auf die Erhöhung der Flugsteuer zu verzichten.
Die Leitung des Flughafens will das Gespräch mit Ryanair suchen. Man bedauere die Entscheidung des irischen Unternehmens und wolle mit Ryanair sprechen, um Auswirkungen auf Reisende möglichst zu verhindern, schreibt die Flughafenleitung in einer Stellungnahme. In den kommenden Woche solle über die Modalitäten von Ryanairs Entscheidung verhandelt werden.
belga/est/moko