Die Gewerkschaft CGSP ist "verärgert und besorgt" über die Entscheidung der föderalen Regierung, bei Streiks grundsätzlich einen Mindestdienst in den Gefängnissen einzuführen.
Die aktuelle Regelung sieht vor, dass Wärter für einen Mindestdienst herangezogen werden dürfen, wenn der Streik länger als zwei Tage andauert. Bei kürzeren Arbeitsniederlegungen werden Polizeibeamte an ihrer Stelle eingesetzt.
Doch das ist nach Ansicht der Regierung nicht mehr tragbar. Deshalb wird nun auch bei kurzfristigen Streiks ein Mindestdienst eingeführt. So hat es die Regierung in der vergangenen Nacht beschlossen.
CGSP-Sekretär Robby De Kaey spricht von "Verrat" durch Justizministerin Verlinden. Außerdem bezeichnete er sie als "unzuverlässig und inkompetent". Sie schaffe neue Probleme, indem sie die Gewerkschaften in den "Kriegszustand" dränge.
Immer wieder streikt in Belgien das Gefängnispersonal. Gründe für die Unzufriedenheit der Beschäftigten sind die Überbelegung in den Gefängnissen, die Aggression und der hohe Arbeitsdruck.
belga/fk