Die Unternehmerverbände Unizo und FEB begrüßen, dass sich die Föderalregierung darauf geeinigt hat, die Arbeitszeit auf Jahresbasis zu berechnen. Zugleich warnt Unizo davor, verpflichtende Lohnprämien als Ausgleich für mögliche Kaufkraftverluste einzuführen.
Unizo erklärt, verpflichtende Prämien würden die Reform unnötig verteuern und ihren Zweck untergraben. Die flämischen Sozialisten von Vooruit fordern eine solche Kompensation. Sie fürchten Kaufkraftverluste, wenn Überstunden nicht mehr ausbezahlt werden. Wie ein solcher Ausgleich funktionieren könnte, hat die Regierung noch nicht entschieden.
Nach dem Gesetzentwurf von Arbeitsminister David Clarinval wird die Arbeitszeit künftig nicht mehr pro Woche, sondern pro Jahr berechnet. Das soll Unternehmen mehr Flexibilität geben und Beschäftigten eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ermöglichen.
belga/okr