Seit 2005 müssen Versicherungsgesellschaften im Rahmen der Brandversicherung mit Abdeckung einfacher Risiken für Schäden aufkommen, die durch Naturkatastrophen verursacht werden.
Die großen Überschwemmungen von Juli 2021 verursachten allerdings einen Schaden von rund 2,3 Milliarden Euro – deutlich mehr als die vom Versicherungssektor vorgesehene Höchstsumme. Dadurch war der Staat gezwungen einzuspringen, um sicherzustellen, dass die Flutopfer nicht auf einem Teil der Schadenssumme sitzenblieben.
Um eine Wiederholung derartiger Situationen zu verhindern, sollte deshalb eine neue öffentlich-private Partnerschaft ins Leben gerufen werden, was allerdings nicht gelang.
In einem neuen Anlauf sieht ein Vorschlag von Wirtschaftsminister Clarinval an die Regionen nun einen Entschädigungsmechanismus auf drei Ebenen vor: ein Basis-Versicherungsschutz, ein zusätzlicher Versicherungsschutz und als letzter Ausweg eine regionale finanzielle Intervention.
Dabei sollen laut dem Medienbericht drei Grundprinzipien gelten: Der Föderalstaat bleibt finanziell außen vor, der Höchstbetrag, den die Versicherer allein begleichen müssen, wird erhöht, und im Fall von extrem schweren Naturkatastrophen ein Eingreifen der Regionen.
Laut La Libre Belgique soll sich Clarinvals Vorschlag außerdem nicht negativ auf die Prämien auswirken, die Versicherte zahlen müssen.
Boris Schmidt