Die geplante Reform des Pensionssparens sorgt für Streit in der Regierungskoalition. Das berichtet der flämische Rundfunk. Pensionsminister Jan Jambon (N-VA) legt dem Ministerrat am Freitag einen Gesetzentwurf vor, mit dem das Pensionssparen günstiger werden soll. Dazu will Jambon den Wettbewerb zwischen den Banken stärken und Sparern den Wechsel zu einem anderen Anbieter erleichtern.
Künftig sollen Banken keine Ein- oder Ausstiegsgebühren mehr verlangen dürfen. Außerdem soll der Markt für weitere Finanzanbieter geöffnet werden. Der Koalitionspartner Vooruit hält die Pläne jedoch für unzureichend. Die Partei fordert eine gesetzliche Obergrenze für die Gebühren der Banken.
Nach ihren Berechnungen gab der belgische Staat im Jahr 2024 rund 640 Millionen Euro für Steuervergünstigungen beim Pensionssparen aus. Gleichzeitig nahmen die Banken 520 Millionen Euro an Gebühren ein. Damit ist ein Großteil der Steuervergünstigungen an die Geldinstitute geflossen.
vrt/sh