Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Westflandern und der Polizeibehörde Europol sind fünf Verdächtige wegen Investitionsbetrugs mit Kryptowährung festgenommen worden. Die Festnahmen von zwei Belgiern und drei Niederländern erfolgten in Zypern, Griechenland und Belgien.
Von einem Callcenter in Zypern aus soll die Bande mehr als 200 belgische und zahlreiche niederländische Opfer um Dutzende Millionen Euro betrogen haben.
Die Opfer wurden mit einer gefälschten Anlage-Website getäuscht, auf der fiktive Renditen angezeigt wurden. Dabei nutzten die Betrüger auch gefälschte Anzeigen, bei denen bekannte Belgier und Niederländer für lukrative Investitionen warben.
Nachdem sie ihre Kontaktdaten hinterlassen hatten, wurden die ahnungslosen Opfer von angeblichen Kundenbetreuern der Investmentfirmen angerufen, die sie anschließend davon überzeugten, große Geldbeträge bei dem betrügerischen Unternehmen zu investieren.
Die Computer und Mobiltelefone der Opfer wurden von den Verdächtigen mithilfe spezieller Tools übernommen, um Krypto-Konten zu eröffnen. Dieses Geld wurde anschließend auf die Krypto-Wallets der Verdächtigen überwiesen, die täglich telefonischen Kontakt zu den Opfern hielten.
Als die Opfer ihre Investitionen auszahlen lassen wollten, tauchten alle möglichen angeblichen Probleme auf. Meistens wurde den Opfern dann erst bewusst, dass sie betrogen worden waren.
belga/vrt/est