Die Antwerpener Stadtverantwortlichen haben am Mittwochabend nach dem verheerenden Brand in einem zehnstöckigen Apartmentgebäude im Stadtteil Linkeroever eine neue Bilanz veröffentlicht. Demnach sind bei der Katastrophe fünf Menschen ums Leben gekommen. 16 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Einige der insgesamt 200 Bewohner, die evakuiert werden mussten, konnten die Nacht offenbar schon wieder in ihrer Wohnung verbringen, andere wurden in Notunterkünften untergebracht.
In Antwerpen sitzt der Schock noch immer tief. Fünf Menschen haben bei dem verheerenden Brand in einem Wohnblock im Stadtteil Linkeroever ihr Leben verloren. Weitere 16 Menschen wurden bei dem Inferno verletzt, einige von ihnen schwer. In den meisten Fällen haben sie eine Rauchvergiftung erlitten. Keiner von ihnen schwebe aber noch in Lebensgefahr, sagte die Antwerpener Bürgermeisterin Els Van Doesburg.
Der erste Notruf war am Mittwochvormittag um kurz vor 10 Uhr eingegangen. Da stand schon eine schwarze Rauchwolke über dem zehnstöckigen Apartmentgebäude. Ersten Erkenntnissen zufolge brach der Brand im Erdgeschoss aus, vermutlich in einem Kabelschacht. Das könnte erklären, warum sich das Feuer so rasend schnell in dem Gebäude ausbreiten konnte.
Polizei und Feuerwehr sprachen von einem "technischen Problem" als möglicher Brandursache. Nach Angaben der Hausverwaltung soll der Brand bei der Installation eines neuen Sicherungskastens ausgelöst worden sein. Das berichtet der Flämische Rundfunk. Demnach wurde beim Bohren eine Wasserleitung beschädigt. Das löste einen Kurzschluss aus, der dann zu dem verheerenden Brand führte. Ein Brandsachverständiger wurde hinzugezogen, die Ermittlungen dauern an.
Wegen der starken Rauchentwicklung wurden die Menschen in ihren Wohnungen buchstäblich eingeschlossen. Viele von ihnen mussten über Leitern evakuiert werden. König Philippe besuchte noch am Abend gemeinsam mit Premierminister Bart De Wever den Ort der Katastrophe.
rop/vrt/sh