Die Zinslast der belgischen Staatsverschuldung hat im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Das geht aus dem Jahresbericht der Schuldenagentur hervor. Demnach beliefen sich die Zinsausgaben auf rund 10,8 Milliarden Euro.
Das entsprach knapp zwei Prozent der Wirtschaftsleistung. Finanzminister Jan Jambon sieht darin einen klaren Handlungsauftrag. Er sagte, das Geld löse sich quasi in Rauch auf und fehle für Investitionen in die Gesellschaft.
Für die kommenden Haushaltsgespräche erwartet die Föderalregierung zusätzlichen Sparbedarf. Wie hoch er ist, ist noch unklar. Das Monitoring-Komitee will in Kürze eine genauere Schätzung vorlegen. Nach bisherigen Angaben könnte das Loch mindestens sieben Milliarden Euro betragen. Andere Schätzungen gehen von bis zu elf Milliarden Euro aus. Belgien zählt weiter zu den am höchsten verschuldeten Staaten der Eurozone.
belga/vk