Die Verbraucherorganisation Test Achats fordert, dass die irische Fluggesellschaft Ryanair Zwangsgelder zahlen muss, weil sie ein Gerichtsurteil von Ende Januar immer noch nicht vollständig umgesetzt hat.
Das Unternehmensgericht in Brüssel hatte Ryanair wegen vier unlauterer Geschäftspraktiken verurteilt: irreführende Rabattaktionen, falsche Angaben zur Anzahl verfügbarer Sitzplätze, unklare Preise für aufgegebenes Gepäck sowie irreführende Tarifpakete.
Das Unternehmen hatte bis zum 30. Juni Zeit, seine Website und App entsprechend anzupassen. Nach einer Überprüfung stellte Test Achats fest, dass Ryanair die irreführenden Rabattaktionen und Sitzplatzhinweise inzwischen eingestellt hat. Auch die Preise für aufgegebenes Gepäck werden nun korrekt pro Flug angezeigt.
Kritik übt die Verbraucherorganisation jedoch weiterhin an den gebündelten Tarifmodellen der Fluggesellschaft. Test Achats fordert ein Zwangsgeld von 5.000 Euro pro Tag und Verstoß, bis das Unternehmen alle Anpassungen umgesetzt hat.
belga/sh