Das Brüsseler Finanzinstitut Euroclear hat die russische Zentralbank vor dem Unternehmensgericht in Brüssel verklagt. Darüber berichtet die Zeitung L'Echo.
Die erste Verhandlung fand bereits am vergangenen Donnerstag statt. Hintergrund ist ein Urteil eines Moskauer Gerichts vom 15. Mai, das Euroclear zu einer Schadensersatzzahlung in Höhe von umgerechnet rund 220 Milliarden Euro verdonnert hatte.
Bei dem Finanzinstitut sind in gleicher Höhe Beträge russischer Vermögenswerte hinterlegt, diese sind jedoch aufgrund der Sanktionen gegen Russland eingefroren. Nach Auffassung von Euroclear ist das Gericht in Moskau nicht zuständig, über den Fall zu entscheiden.
In dem Artikel von L'Echo bezeichnet einer der Euroclear-Anwälte das Verfahren in Russland als "Schauprozess". Nach Auffassung des Finanzinstitutes ist ein belgisches Gericht in dem Fall zuständig.
belga/sh