Die Anwälte von Paolo Falzone, dem Verursacher des Karnevalsdramas von Strépy, legen beim Kassationshof Beschwerde gegen seine Verurteilung ein. Das berichten die RTBF und die VRT.
Falzone war im März 2022 mit überhöhter Geschwindigkeit in eine Gruppe von Karnevalisten gefahren und hatte dabei sieben Menschen getötet. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt. Am 17. Juni 2026 war er vom Schwurgericht in Mons zu 27 Jahren Haft verurteilt worden. Davor hatten ihn die Geschworenen wegen siebenfachen Totschlags und versuchten Totschlags in 79 Fällen schuldig gesprochen.
Bei der Prüfung des Kassationsgerichtshof geht es nicht um den Sachverhalt selbst, sondern darum, ob es Formfehler gegeben hat. Falls Verfahrensvorschriften nicht korrekt eingehalten wurden, kann der Kassationshof beschließen, dass das Verfahren wiederholt wird. Bisher ist nicht bekannt, welche Verfahrensverstöße nach Meinung der Anwälte von Falzone vorliegen.
rtbf/vrt/est