Belgien kommt bei den Vorbereitungen für die Rückführung afghanischer Staatsangehöriger ohne Aufenthaltsrecht einen Schritt voran. Nun seien alle notwendigen Elemente vorhanden, um dem Ministerrat ein entsprechendes Dossier vorzulegen, teilte Asyl- und Migrationsministerin Anneleen Van Bossuyt mit.
Am Dienstag hat in Brüssel ein Treffen zwischen der EU, 15 Mitgliedstaaten und Vertretern der Taliban-Regierung zur Klärung technischer Fragen stattgefunden. Ziel der Gespräche sei es gewesen, die Identifizierung betroffener Personen und die Ausstellung von Reisedokumenten zu erleichtern. Eine politische Anerkennung der Taliban sei damit nicht verbunden, betonte die Ministerin.
Priorität sollen afghanische Staatsangehörige haben, die sich illegal in Belgien aufhalten und wegen Straftaten verurteilt wurden. Nach Angaben der Ministerin sitzen derzeit 157 Afghanen in belgischen Gefängnissen, 72 von ihnen ohne gültiges Aufenthaltsrecht.
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