Im vergangenen Jahr sind in Belgien mindestens zwölf Menschen an Lebensmittelvergiftungen gestorben. Das geht aus dem jüngsten Jahresbericht der Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (Afsca) hervor. Damit hat sich die Zahl der tödlichen Lebensmittelvergiftungen im Vergleich zu 2024 verdoppelt. Hauptgrund für diesen starken Anstieg war laut Afsca ein Ausbruch von sogenannten Stec-Bakterien in sechs Wohn- und Pflegezentren im letzten Sommer.
Insgesamt sind 2025 laut der Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette in Belgien über 770 Meldungen von Lebensmittelvergiftungen mit fast 3.400 Opfern erfasst worden. 71 Menschen mussten zur Behandlung ins Krankenhaus.
Die Zahl der Fälle von Lebensmittelvergiftungen ist dabei vergleichbar gewesen mit anderen Jahren, unterstreicht die Föderalagentur. Lediglich die hohe Zahl von Todesopfern steche heraus, was dem großen Ausbruch in den Wohn- und Pflegezentren geschuldet sei. Als mögliche Quelle für den Ausbruch von Stec-Bakterien hatten die Behörden damals Filet Américain vermutet, also rohes Fleisch, der Verdacht konnte aber trotz Laboruntersuchungen nicht abschließend bestätigt werden.
Die Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette hat im vergangenen Jahr laut Jahresbericht rund 182.000 Kontrollen durchgeführt. In den meisten Fällen, nämlich 86 Prozent, gab es dabei keine Beanstandungen. Im Rahmen der Kontrollen wurden über 62.000 Proben genommen und im Labor untersucht, wovon über 98 Prozent in Ordnung waren. Außerdem beschlagnahmte die Afsca fast 1.500 Produkte und erstellte etwa 15.000 Verwarnungen und 10.000 Protokolle, über 500 Betriebe wurden zeitweise geschlossen.