Im Schwurgerichtsprozess gegen Paolo Falzone und seinen Beifahrer fordert die Staatsanwaltschaft in Mons eine Freiheitsstrafe von 27 Jahren für den Hauptangeklagten. Sie sieht keinerlei mildernde Umstände.
Für den Beifahrer fordert die Staatsanwaltschaft zwei Jahre Gefängnis wegen unterlassener Hilfeleistung.
Die Verteidigung forderte eine Haftstrafe von höchstens 25 Jahren für Paolo Falzone. Eine höhere Strafe würde eher Vergeltung als Gerechtigkeit dienen. Die Anwälte verwiesen auf die Persönlichkeit des 38-Jährigen und seine Chancen auf eine spätere Wiedereingliederung.
Falzone habe keine Vorstrafen und gelte nicht als gewalttätig. Zugleich betonten sie, dass ihr Mandant die Verantwortung für die Tat übernehme und wisse, dass er eine lange Haftstrafe verbüßen werde. Die Geschworenen sollten seine gesamte Lebensgeschichte berücksichtigen.
Beide Männer waren im März 2022 in Strépy in eine Gruppe von Karnevalisten gefahren. Sieben Menschen starben, 80 wurden verletzt. Die Geschworenen hatten Falzone in der vergangenen Woche des Totschlags und versuchten Totschlags schuldig befunden.
Die Jury hat sich zur Beratung zurückgezogen. Das Urteil wird für Mittwoch erwartet.
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