Die Vereinigten Staaten haben aus dem Krieg mit Iran wenig gewonnen. Das sagt der Nahost-Experte Koert Debeuf im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Belga. Debeuf erklärte, das Ergebnis falle wohl schlechter aus als das Abkommen von 2015 unter Barack Obama.
Zudem hätten die Beziehungen zu den Golfstaaten und zu Israel gelitten. Der Iran gehe politisch gestärkt aus dem Krieg hervor.
In der Nacht zum Montag hatten die USA und Iran ein Rahmenabkommen angekündigt. Auch der Vermittler Pakistan bestätigte die Einigung. Das Abkommen soll am Freitag in Genf unterzeichnet werden. Einzelheiten blieben zunächst offen.
De Wever: Iran-Abkommen wirft weiter Fragen auf
Das neue Abkommen zwischen den USA und dem Iran, das in der Nacht auf Montag angekündigt wurde, scheint "stabiler" als frühere Vereinbarungen, wirft aber weiterhin Fragen auf. Das hat Premierminister Bart De Wever (N-VA) im Parlamentsausschuss gesagt.
Unklar bleibt vor allem der Umgang mit dem iranischen Atomprogramm. Stabilität im Nahen Osten sei nicht denkbar, solange Teheran über Atomwaffen verfüge, so De Wever weiter.
Ob sich Belgien an der Mission zur Sicherung der Straße von Hormus beteiligen wird, ist noch offen. De Wever erwartet dazu weitere Gespräche in den kommenden Tagen. Zwar ist das belgische Minenräumschiff "Primula" bereits vor Ort, eine endgültige Entscheidung hänge jedoch von rechtlichen Grundlagen und der Sicherheitslage ab.
belga/jp