Die belgische Nationalbank warnt vor einer deutlichen Verschlechterung der Staatsfinanzen. Nach neuen Berechnungen steigt das Defizit in diesem Jahr auf 5,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Bis 2028 könnte es auf 5,7 Prozent anwachsen. Laut Schätzungen ergibt sich daraus ein zusätzlicher Sparbedarf von insgesamt rund 14 Milliarden Euro in den Jahren 2027 und 2028.
Als Gründe nennt die Nationalbank unter anderem geopolitische Spannungen im Nahen Osten und steigende Energiepreise. Das alles bremse das Wachstum und Konsumverhalten, die Inflation würde ansteigen.
Nationalbank-Gouverneur Pierre Wunsch bezeichnet ein Defizit von über fünf Prozent als nicht tragbar und fordert eine Kombination aus Einsparungen und zusätzlichen Einnahmen. Ökonomen schließen weitere Einschnitte nicht aus: So zum Beispiel Steuererhöhungen sowie Einsparungen im Gesundheitswesen und bei sozialen Leistungen.
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