Der Verkauf von gefälschten Produkten führt in der belgischen Bekleidungs- und Schmuckbranche zu einem jährlichen Umsatzverlust von 320 Millionen Euro. Das geht aus einer Studie des EU-Amtes für geistiges Eigentum (EUIPO) hervor. Auf europäischer Ebene werden die Verluste auf jährlich rund 15 Milliarden Euro geschätzt.
Produktfälschungen sind in Schlüsselbranchen wie Mode, Schmuck oder Elektronik weit verbreitet und werden durch den Online-Handel und den Einfluss von sozialen Netzwerken begünstigt. Eine Umfrage des EU-Amtes hat ergeben, dass 13 Prozent der europäischen Bürger schon bewusst gefälschte Produkte gekauft haben. Bei jüngeren Verbrauchern im Alter zwischen 15 und 24 Jahren liegt dieser Anteil bei 26 Prozent.
In Belgien belaufen sich die jährlichen Verluste laut EUIPO auf 275 Millionen Euro in der Bekleidungsindustrie und auf 50 Millionen Euro im Bereich Schmuck und Uhren. Über ihre wirtschaftlichen Auswirkungen hinaus können gefälschte Produkte ernsthafte Risiken für Verbraucher und Umwelt darstellen, weil sie nicht den europäischen Sicherheits- und Qualitätsstandards entsprechen.
belga/rtbf/est