"Es ist doch nicht normal, dass ein 13-Jähriger - bewaffnet mit einem Benzinkanister - Gewalt gegen Polizisten anwendet". Justizministerin Annelies Verlinden hat genug von den Bildern von Ausschreitungen in Brüssel. Innerhalb von einer Woche sind in Brüssel vier Kundgebungen gegen die Sparmaßnahmen im frankophonen Unterrichtswesen entgleist. Und es sind letztlich meist dieselben Krawallmacher, die dafür sorgen, dass die Lage eskaliert. "Diese Leute werden mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen müssen", sagte Verlinden in der VRT.
Ihr Kollege, der föderale Innenminister Bernard Quintin, schlägt in dieselbe Kerbe. "Krawallmacher werden für den von ihnen verursachten Schaden bezahlen müssen", sagt Quintin am Dienstag in der Zeitung Het Laatste Nieuws. Die Regierung arbeite an einem Gesetz, das es erlauben soll, die Vandalen haftbar zu machen. "Das Demonstrationsrecht ist kein Freibrief für die Zerstörung unserer Hauptstadt", so Quintin. Die Gewaltspirale müsse jetzt durchbrochen werden.
Roger Pint