Zwei marokkanische Banken waren vor einiger Zeit ins Visier der Föderalen Staatsanwaltschaft geraten. Wobei eine dieser Banken eine Filiale der anderen ist. Gegen diese beiden Unternehmen und drei ihrer Verantwortlichen wurde unter anderem wegen illegaler Bank- und Kreditaktivitäten ermittelt.
So sollen sie unerlaubt Zahlungsdienstleistungen und auch Darlehen angeboten haben. Außerdem sollen sie auch noch Versicherungspolicen verkauft haben. Und all das während ziemlich genau 20 Jahren, von Anfang 2002 bis Ende 2022. In dieser Sache hatte die Föderale Staatsanwaltschaft auch eine Reihe von Hausdurchsuchungen vorgenommen.
Die Anklagten sollten sich jetzt eigentlich vor dem Brüsseler Strafgericht verantworten. Zu diesem Prozess wird es aber nicht kommen. Die Verteidigung einigte sich nämlich mit der Föderalen Staatsanwaltschaft auf einen strafrechtlichen Vergleich. Heißt also: Gegen eine Zahlung einer vorher vereinbarten Geldbuße wird das Verfahren eingestellt.
Im vorliegenden Fall geht es aber nicht um Peanuts: rund 175 Millionen Euro werden die Angeklagten auf den Tisch legen. Der Vorteil einer solchen außergerichtlichen Einigung bestehe darin, dass eine Angelegenheit schnell und endgültig geklärt werden könne, betont die föderale Staatsanwaltschaft.
belga/mh