Nach den Demonstrationen gegen die Sparmaßnahmen im frankophonen Unterrichtswesen hat die Stadt Brüssel eine Untersuchung zum Verhalten von einigen Polizeibeamten angekündigt.
Auslöser sind Fotos und Videos, die in den sozialen Medien verbreitet wurden. Darauf soll unter anderem ein Polizist zu sehen sein, der das verbotene Deus-Vult-Symbol trägt, das von rechtsextremen Gruppen benutzt wird. Ein anderer Beamter rauchte während des Einsatzes eine Zigarre. Mehrere Polizisten sollen rassistische, sexistische und homophobe Beleidigungen gemacht haben.
Das Verhalten sei inakzeptabel, daher habe die Stadt eine Untersuchung eingeleitet, hieß es aus dem Rathaus.
Am Samstag gab es den dritten Tag in Folge Proteste gegen die Sparmaßnahmen im frankophonen Unterrichtswesen. Einige Hundert Demonstranten hatten sich in der Nähe des Brüsseler Hauptbahnhofes versammelt, um friedlich zu demonstrieren, darunter Schüler, Studenten und Lehrer. Später kam es erneut zu Ausschreitungen und Zusammenstößen mit der Polizei. Mehrere Randalierer wurden vorübergehend festgenommen.
Nach den Berichten haben mehrere Bürgerinitiativen zu einer friedlichen Demonstration in Brüssel aufgerufen. Die Kundgebung soll am Montag um 16 Uhr auf der Place Poelaert beginnen. Die Initiatoren werfen der Polizei vor, unverhältnismäßig gegen Jugendliche und Erwachsene vorgegangen zu sein. Selbst Minderjährige im Alter von 12 und 13 Jahren seien verfolgt, mit Reizgas besprüht, geschlagen und festgenommen worden.
Die Bürgerinitiativen kündigten an, die Vorfälle unter anderem dem Polizeikontrollorgan Comité P zu melden.
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