In Brüssel protestieren unweit des Parlaments der Französischen Gemeinschaft Lehrpersonen gegen das geplante Programmdekret. Über das Dekret soll am Donnerstag im Parlament abgestimmt werden.
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Am Brüsseler Hauptbahnhof errichteten Demonstranten eine Straßensperre und setzten diese in Brand. Und es wurden Feuerwerkskörper gezündet. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben.
Auch in Namur kommt es zu Protesten gegen die geplanten Sparmaßnahmen im Bildungswesen. Hier haben sich rund 600 Studenten zu einer Kundgebung versammelt.
Die Demonstranten setzen sich gegen die geplanten Maßnahmen zur Wehr, die in der Französischen Gemeinschaft im Bildungswesen vorgesehen sind. Unter anderem sollen Lehrkräfte in den Sekundarschuljahren zusätzliche Wochenstunden übernehmen. Und es ist vorgesehen, die Einschreibegebühren für Hochschulen zu erhöhen. Lehrkräfte haben bereits angekündigt, bis zum Ende des Schuljahres Protestaktionen durchzuführen, sollten die Maßnahmen beschlossen werden.
Die Ministerpräsidentin der Französischen Gemeinschaft Elisabeth Degryse hat unterdessen auf einer Pressekonferenz am Donnerstag noch einmal versucht, die Lehrpersonen zu beruhigen und die Maßnahmen zu erklären. Degryse betonte, dass man darum bemüht sei, den Verlust von Arbeitsplätzen bestmöglich zu verhindern.
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