Bei der SNCB sind im vergangenen Jahr weniger Züge gefahren als versprochen. Wie aus dem Nachhaltigkeitsbericht der Bahngesellschaft hervorgeht, fuhren die Züge drei Millionen Kilometer weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang von vier Prozent.
Dabei wollte die SNCB ihr Zugangebot eigentlich weiter ausbauen. Als Gründe für den Rückgang nennt das Unternehmen vor allem den hohen Krankenstand bei Lokführern, zahlreiche Streiks und technische Probleme.
Zudem standen weniger Züge zur Verfügung als geplant. Neue Fahrzeuge wurden später geliefert, ältere Züge mussten länger im Einsatz bleiben und fielen häufiger aus.
Auch auf der wichtigen Strecke zwischen Brüssel und Antwerpen wurde das Angebot eingeschränkt. Dort fehlte es an Kapazitäten im Schienennetz.
Die SNCB will nun mehr Lokführer einstellen und die Ausfälle senken. Am Ziel, das Zugangebot bis 2032 deutlich auszubauen, hält das Unternehmen fest.
belga/vk