Der Flugverkehr in Belgien steht seit dem frühen Dienstagnachmittag weitgehend still. Die Flugsicherung Skeyes hat kurz nach 14 Uhr die Arbeit niedergelegt. Die Aktion soll um 21 Uhr beendet sein.
In dieser Zeit gilt nur ein Mindestdienst für Staatsflüge, medizinische Flüge und Rettungseinsätze. Am Flughafen Brüssel fallen 200 Flüge aus. Passagiere sollen nicht anreisen, teilte Brussels Airport mit. Sie würden von ihrer Fluggesellschaft kontaktiert.
Grund für die Arbeitsniederlegung ist ein Sozialkonflikt. Die Fluglotsen protestieren gegen die geplante digitale Leitstelle in Namur. Sie soll ab 2027 die Steuerung der Flughäfen Lüttich und Charleroi übernehmen.
Schon in der Nacht zu Dienstag war es zu spontanen Arbeitsniederlegungen gekommen. In Charleroi wurden rund 30 Passagierflüge gestrichen. In Lüttich gab es Einschränkungen im Frachtverkehr.
Die für die Flughäfen zuständige wallonische Ministerin Cécile Neven kritisierte die spontane Arbeitsniederlegung. Sie unterstütze zwar den sozialen Dialog, doch der nächtliche Ausstand sei nicht akzeptabel. Die Ministerin sprach von großen Folgen für Passagiere und Unternehmen. Sie sagte, viele seien ohne Vorwarnung betroffen gewesen.
belga/vk