Nach rund 130 Jahren vollzieht die bisherige "Allgemeine Zentrale der liberalen Gewerkschaften Belgiens" (ACLVB-CGSLB) einen historischen Wandel. Auf einem Kongress in Brüssel hat die drittgrößte repräsentative Gewerkschaft des Landes am Samstag ihren neuen Namen vorgestellt: Künftig tritt sie unter der Bezeichnung Synova auf.
Mit dem Namenswechsel verschwindet der Begriff "liberal" aus der Bezeichnung der Organisation. Präsident Gert Truyens erklärte, die Gewerkschaft sei immer wieder mit liberalen Parteien in Verbindung gebracht worden. Tatsächlich gebe es jedoch seit langer Zeit keine politischen Verbindungen mehr.
Synova stehe für einen modernen Gewerkschaftsstil, so Truyens. Viele Beschäftigte könnten sich heute nicht mehr mit klassischen Streikaktionen identifizieren. Die Gewerkschaft wolle deshalb der sogenannten "schweigenden Mehrheit" eine Stimme geben und neue Wege finden, die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu vertreten.
Der neue Name Synova setzt sich aus dem griechischen Wortteil "syn", also "gemeinsam", und dem lateinischen "nova" für "neu" zusammen.
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