Belgien kann künftig günstige EU-Kredite für seine Verteidigung nutzen. Die Föderalregierung und die EU-Kommission haben dazu ein Abkommen über 8,34 Milliarden Euro unterzeichnet. Das teilte Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) mit.
Das Geld stammt aus dem neuen 150 Milliarden Euro schweren EU-Programm SAFE. Damit will die Europäische Union gemeinsame Investitionen in die europäische Rüstungsindustrie fördern und militärische Ausrüstung gemeinsam einkaufen.
Belgien plant unter anderem Investitionen in Flugabwehrraketen, Munition, Drohnen und neue Militärfahrzeuge. Zusammen mit den Niederlanden sollen außerdem Luftverteidigungssysteme ausgebaut werden. Mit Luxemburg arbeitet Belgien an Projekten im Bereich Satelliten und Kommunikation. Die Projekte sollen zwischen 2026 und 2030 umgesetzt werden.
Belgien ist das fünfte EU-Land, das ein solches Kreditabkommen unterschreibt. Zuvor hatten bereits Polen, Litauen, Kroatien und Rumänien entsprechende Vereinbarungen geschlossen. Polen bekommt mit 43,7 Milliarden Euro den größten Anteil aus dem Geldtopf.
belga/vk