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Mitglieder der königlichen Familie ohne Dotation sollen künftig Berufsmilitärs werden können

22.05.202617:49
  • Belgische Armee
  • Belgisches Königshaus
Prinz Gabriel gemeinsam mit seiner Schwester Kronprinzessin Elisabeth bei der Militärparade am 21. Juli
Prinz Gabriel gemeinsam mit seiner Schwester Kronprinzessin Elisabeth bei der Militärparade am 21. Juli (Archivbild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Der föderale Ministerrat hat grünes Licht gegeben für einen Gesetzesvorentwurf von Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA). Francken will den gesetzlichen Rahmen ändern lassen, der Karrieren bei der Landesverteidigung regelt. Mitglieder der königlichen Familie, die keine Dotation erhalten, sollen dadurch künftig Berufsmilitärs werden können.

Wichtige Mitglieder des Königshauses erhalten eine jährliche Dotation vom Staat. Damit müssen sie ihren Lebensunterhalt bestreiten und verschiedene anfallende Kosten decken. Allerdings ist der Kreis der Personen, die in den Genuss einer solchen Dotation kommen, aus finanziellen Gründen mittlerweile deutlich eingeschränkt worden. Von den Kindern des Königspaars bekommt beispielsweise nur noch das erstgeborene eine Dotation, im vorliegenden Fall also Prinzessin Elisabeth, die Thronfolgerin. Ihre Geschwister müssen ihre Zukunft hingegen selbst finanziell absichern.

Das gilt unter anderem auch für das zweite Kind von Philippe und Mathilde, Prinz Gabriel. Der 22-Jährige, der im letzten Jahr den Offizierseid abgelegt hat, absolviert gerade das letzte Jahr seines Master-Studiums an der Königlichen Militärakademie. Bisher ist ihm von Gesetzes wegen aber die Möglichkeit verwehrt, eine bezahlte Tätigkeit innerhalb der Streitkräfte auszuüben. Der Gesetzesvorschlag des Verteidigungsministers soll das aber eben ändern, sprich dem Prinzen den Weg öffnen für eine potenzielle Karriere in der Landesverteidigung als Berufsmilitär.

Ob Gabriel das auch tatsächlich machen könnte, ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar. Der Palast hat sich noch nicht in dieser Hinsicht geäußert.

Boris Schmidt

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