Die Zahl der Asylanträge in Belgien geht weiter zurück. Laut dem Kabinett von Asyl- und Migrationsministerin Anneleen Van Bossuyt (N-VA) ist der Rückgang seit Einführung der sogenannten Krisenmaßnahmen im letzten Sommer stärker als im EU-Durchschnitt.
Im März wurden demnach fast ein Viertel weniger Anträge gestellt als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Im April habe sich der Trend fortgesetzt.
Die Regierung führt dies auf eine verschärfte Asylpolitik zurück: Dazu gehören strengere Regeln beim Familiennachzug und Auflagen für den Bezug von Sozialleistungen. Zudem wird die Aufnahme von Asylbewerbern abgelehnt, die bereits in einem anderen EU-Land Schutz erhalten haben.
Laut Ministerin Van Bossuyt sind diese Maßnahmen notwendig, um den Druck auf das Asylsystem zu verringern.
belga/jp