Die Christliche Gewerkschaft ruft ihre Mitglieder zum Streik im Unterrichtswesen der Französischen Gemeinschaft auf. Die Arbeitsniederlegung soll am kommenden Montag beginnen und bis zum 27. Mai dauern.
An dem Tag ist die Verabschiedung des neuen Programmdekrets im Parlament der Französischen Gemeinschaft geplant. Dadurch können die Sparmaßnahmen in Kraft treten, die die Regierung im Herbst beschlossen hatte, um das Haushaltsdefizit zu reduzieren.
Im Unterrichtswesen sind unter anderem deutlich höhere Einschreibegebühren in den Hochschulen und Universitäten geplant. Die Lehrpersonen der Oberstufe in den Sekundarschulen sollen wöchentlich zwei Unterrichtsstunden mehr erteilen ohne finanziellen Ausgleich.
In einem Pressekommuniqué schreibt die Christliche Gewerkschaft, der angekündigte Streik sei die Antwort auf die anhaltenden Angriffe und Beleidigungen von Unterrichtsministerin Valérie Glatigny (MR), die darin von Ministerpräsidentin Elisabeth Degryse (Les Engagés) unterstützt werde.
In mehreren Schulen der Provinz Lüttich haben die Lehrpersonen schon am Freitag die Arbeit niedergelegt.
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