Der Ministerrat hat am Mittwoch einen Vorentwurf für ein Gesetz gebilligt, das den Schutz von Arbeitsmigranten erhöhen soll, die von ihren Arbeitgebern ausgebeutet werden.
Nach Angaben der föderalen Ministerin für Asyl und Einwanderung, Anneleen Van Bossuyt, sieht der Entwurf vor, dass Arbeitsmigranten künftig nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes 180 Tage statt wie bisher 90 Tage in Belgien bleiben dürfen. In dieser Zeit könnten die Betroffenen einen neuen Arbeitsplatz suchen und sollen auf diese Weise besser geschützt werden - etwa, wenn sie zuvor monatelang keinen Lohn erhalten haben.
Van Bossuyt will zudem Fachkräften aus Ländern außerhalb der Europäischen Union den Zugang zu einer Aufenthaltsgenehmigung erleichtern. Damit solle denjenigen der Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert werden, die die belgische Wirtschaft stärken, so die Ministerin.
Gleichzeitig soll der Kampf gegen das Erschleichen von Aufenthaltsgenehmigungen verstärkt werden. Vorgesehen sind strengere Regeln für Personen, die gefälschte Unterlagen vorlegen.
belga/vrt/moko