In allen belgischen Gefängnissen wird am Montag gestreikt. Der Sektor fordert mehr Aufmerksamkeit von der Politik.
Kritisiert werden vor allem die zunehmende Überbelegung der Gefängnisse und die damit verbundene Gewalt. Die Gefängnisdirektoren unterstützen die Beschäftigten und kritisieren auch ihrerseits die unhaltbaren Zustände.
Vor dem Gefängnis in Lantin schloss sich die Generaldirektorin der Haftanstalten, Mathilde Steenbergen, einer Protestaktion der Gewerkschaften an.
29 der 39 Haftanstalten im Land haben Polizeikräfte angefordert, um für die Sicherheit zu sorgen. Das hat die Generaldirektion des Gefängniswesens mitgeteilt.
Die Zahl der Übergriffe auf das Gefängnispersonal steigt: Wie die Zeitung "Le Soir" berichtet, hat sie sich innerhalb eines Jahres verdoppelt. Gleichzeitig seien die Fehlzeiten beim Wachpersonal deutlich gestiegen.
Als Hauptursache gilt die wachsende Zahl von Häftlingen. Derzeit sitzen in den belgischen Gefängnissen rund 13.700 Inhaftierte ein, obwohl es nur gut 11.000 Plätze gibt. In der Folge schlafen mehr als 750 Häftlinge auf Matratzen auf dem Boden.
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