Die Staatsanwaltschaft Brüssel hat ein Ermittlungsverfahren wegen Anstiftung zu Hass oder Gewalt gegen Club Brügge und Unbekannt eingeleitet. Während des Spiels zwischen Brügge und Anderlecht am letzten Sonntag waren in den Fanblöcken der Brügger antisemitische Gesänge angestimmt worden.
Die Staatsanwaltschaft stuft den Vorfall als besonders schwerwiegend ein. "Diese antisemitischen Gesänge wurden mit einer schockierenden Selbstverständlichkeit angestimmt, die ein Höchstmaß an Strenge rechtfertigt", heißt es in einer Mitteilung. "Solche Gesänge haben in unserer Gesellschaft keinen Platz. Sie schaden dem Sport als sozialem Bindeglied, seinen Werten und denen, für die die meisten Fans eintreten."
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