Es ist weiter unklar, wo die Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "Hondius" sich mit dem Hantavirus angesteckt haben. Das Schiff war vor etwa einem Monat in Argentinien ausgelaufen. Dort wurde bisher aber noch kein Infektionsherd ausgemacht.
Aktuell ist das Schiff auf dem Weg nach Teneriffa, von wo aus alle Passagiere nach Hause geflogen werden sollen. Mehrere Länder bereiten sich auf die Ankunft vor - auch Belgien, weil unter den Reisenden auch zwei Belgier sind.
Ein Team der Gesundheitsbehörden hat Donnerstag über den Umgang mit dem Hantavirus beraten. Man könne aus den Lehren der Coronakrise Nutzen ziehen, sagte Virologin Erika Vlieghe.
KLM-Stewardess hat keine Hantavirus-Infekion
Im Fall einer möglichen Hantavirus-Infektion bei einer niederländischen Stewardess hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Entwarnung gegeben. Der Test der Frau sei negativ ausgefallen, heißt es. Die Flugbegleiterin aus den Niederlanden war zuvor in Südafrika mit einer 69-jährigen Passagierin in Kontakt gekommen, die später an einer Hantavirus-Infektion gestorben war.
An Bord des KLM-Flugs befanden sich insgesamt 388 Menschen. Der niederländische Gesundheitsdienst untersucht jetzt mögliche Kontaktpersonen in mehreren Risikogruppen.
Bisher haben sich drei Personen mit Krankheitssymptomen auf das Virus testen lassen. Die WHO erinnert daran, dass die Inkubationszeit des Hantavirus bis zu sechs Wochen betragen kann.
vrt/jp