Die Gewerkschaften bezeichnen viele Entscheidungen der Arizona-Regierung als anti-sozial, gerade in Zeiten stark gestiegener Energiepreise und wirtschaftlicher Unsicherheit. Die Arbeitnehmervertreter wollen unter anderem, dass die Regierung mehr tut für die Kaufkraft der Bürger und bessere Arbeitsbedingungen. Und sie protestieren gegen verschiedene Reformen, wie die der Pensionen oder der automatischen Indexierung der Löhne. Die arbeitende Bevölkerung habe schon genug beigetragen, es sei Zeit endlich die sogenannten starken Schultern zur Kasse zu bitten, so die Gewerkschaften sinngemäß.
Wie bereits bei den vergangenen Aktionstagen muss auch dieses Mal wieder mit Behinderungen im Luftverkehr gerechnet werden. Brussels Airlines wird am Flughafen Zaventem rund 60 Prozent der geplanten Verbindungen streichen. Laut Brussels Airlines werden vor allem Langstreckenflüge betroffen sein.
Am Flughafen Charleroi wird der Verkehr am 12. Mai vollständig zum Erliegen kommen. Alle Flüge mit Start und Ziel Charleroi wurden für diesen Tag gestrichen. Das geschehe aus Sicherheitsgründen, weil nicht genügend Personal zur Verfügung stehe, sagte die Sprecherin des Flughafens Charleroi Nathalie Pierard.
Die Nahverkehrsgesellschaften TEC, De Lijn und Stib gehen ebenfalls von einem potenziell stark eingeschränkten Betrieb aus, das Gleiche gilt für die Bahn.
Die sozialistische Bahnergewerkschaft hatte außerdem einen 24-Stunden-Streik für den 13. Mai angekündigt. Diese Streikankündigung hat der Arbeitgeber des Personals von SNCB und Infrabel allerdings wegen Prozedurfehlern zurückgewiesen. Die Bahnergewerkschaft ruft deshalb für Mittwoch nun zu einer symbolischen Solidaritätsdemonstration in Brüssel auf.
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