Im Prozess um das Drama von Strépy in Mons hat die Verteidigung darum gebeten, den Hauptbeschuldigten Paolo Falzone nur für seine Taten zu verurteilen. Von Beginn an habe er erkannt, dass er die Verantwortung für die toten und verletzten Personen trage. Allerdings habe sein Mandant das nie gewollt, sagt Verteidiger Frank Discepoli.
Bei dem Drama von Strépy war Paolo Falzone mit hoher Geschwindigkeit in eine Menschenmenge gerast. Sieben Personen starben, mehr als 80 wurden verletzt. Am Montag hat in Mons der Geschworenenprozess zu dem Fall begonnen. Mehr als 400 Beobachter waren vor Ort. Hinzu kommen 200 Zivilkläger und mehr als 250 aufgerufene Zeugen.
Wegen der Größe des Prozesses wurde der Gerichtssaal in der Messehalle von Mons eingerichtet. Dem Hauptangeklagten drohen 30 Jahre Haft. Ein Urteil wird in zwei Monaten erwartet.
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