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Drama von Strépy: "Geschworenenprozess das richtige Format"

04.05.202607:1204.05.2026 - 12:27
  • Hennegau
Die beiden Angeklagten Paolo Falzone und Antonino Falzone beim Prozessauftakt
Die beiden Angeklagten Paolo Falzone und Antonino Falzone beim Prozessauftakt (Bild: Virginie Lefour/Belga)

In Mons hat am Montag der Prozess zum "Drama von Strépy" begonnen: Vor vier Jahren raste ein Autofahrer mit hohem Tempo in eine Karnevalsgruppe. Sieben Menschen starben, Dutzende wurden verletzt. Ein Geschworenengericht soll nun entscheiden. Einige sehen das kritisch. Der Gerichtspräsident betont, dass Bürger als Geschworene hier richtig seien.

Um "schuldig" oder "nicht schuldig" geht es in dem Prozess zum "Drama von Strépy" nicht. Dass der heute 38-jährige Fahrer eines BMW mit viel zu hoher Geschwindigkeit in die zahlreichen Gilles gerast war, als die sich gegen fünf Uhr morgens am 20. März zu ihren karnevalistischen Aktivitäten später am Tag versammelten, daran besteht kein Zweifel.

Entscheiden müssen die zwölf Geschworenen am Gericht in Mons vor allem, ob der Fahrer bewusst oder nicht in die Menge gefahren ist. Ob er die Absicht hatte, Menschen zu töten, oder ob es sich um ein Unglück handelt. Eine kniffelige Frage, von deren Antwort auch das Strafmaß abhängen wird. Mit mindestens fünf Jahren Haft muss der Angeklagte wohl rechnen. 30 Jahre könnten es als Höchststrafe werden.

Sind die normalen Bürger, die in der Jury sitzen, wirklich die richtigen Personen, um so etwas zu entscheiden? Ist es nicht schon jetzt klar, dass sie nicht vorurteilsfrei diesen Prozess beginnen können, bei dem so viel Leid und damit Emotionen eine Rolle spielen?

Philippe Morandini, Präsident des Berufungsgerichts in Mons, wo der Prozess stattfindet, hat dazu eine klare Meinung. Bereits vor ein paar Tagen sagte er im Radio der RTBF: "Wenn Straftaten heftige Emotionen auslösen, sind Bürger die richtigen Menschen, um auf diese Emotion zu reagieren. Die Bewertung der Taten kommt dann nämlich aus der Mitte der Gesellschaft, und nicht von professionellen Rechtspezialisten."

Morandini ist davon überzeugt, dass der gesunde Menschenverstand der normalen Bürger ein gutes Mittel sei, auf Emotionen, die in einem Prozess geäußert werden, gut und richtig zu reagieren. Denn, und das sei gerade die Stärke von Geschworenengerichten: Das Grundprinzip des Prozesses werde die Debatte sein. "Alles wird erklärt und offengelegt werden", sagt Morandini. "Man wird alles sagen können. Alle werden alles hören. Und das wird allen dabei helfen, alles besser zu verstehen."

Große Offenheit und Transparenz also als Trumpf von Geschworenenprozessen, weil die normalen Bürger eben auch alles verstehen müssen, und es nicht, wie in anderen Prozessen möglich, Absprachen hinter den Kulissen zwischen verschiedenen Parteien geben kann. Alles wird auf den Tisch gelegt. Genau das werde auch dazu führen, dass die Bürger in der Jury - obwohl sie juristische Laien sind - dann auch ein ausgewogenes Urteil nach gesundem Menschenverstand fällen würden. Auch davon ist der Gerichtspräsident überzeugt.

"Beim Urteil", sagt er wörtlich, "kann ich mit Sicherheit sagen, dass sich die Geschworenen nicht wie ein Hai auf sein Opfer stürzen werden. Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Geschworenen werden die notwendige Distanz haben, denn sie werden an der gesamten Debatte teilgenommen haben."

Gegner von Geschworenenprozessen werden das natürlich anders sehen. Sie werden weiter in Frage stellen, ob normale Bürger tatsächlich die notwendige Distanz entwickeln können, um bei emotional aufwühlenden Tatbeständen wie dem Drama von Strépy ein möglichst gerechtes Urteil zu fällen.

Kay Wagner

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