Allein im April sind mehr als 10.000 Liter Diesel aus Lkw flämischer Transportunternehmen gestohlen worden. Jedes fünfte Transportunternehmen sei betroffen, berichtet "Het Laatste Nieuws" am Samstag.
Das sei kein Vandalismus, sondern eine Form der organisierten Kriminalität, die den gesamten Logistikprozess störe und viel Geld koste, sagt Johan Staes vom flämischen Arbeitgeberverband des Transport- und Logistiksektors TLV (Transport & Logistiek Vlaanderen).
Dieseldiebstahl ist in Frankreich schon seit längerem ein bekanntes Problem. In Flandern sei das aber nie wirklich ein Problem gewesen, bis die Energiepreise durch den Krieg im Nahen Osten stiegen, sagt Staes. Die Diebe bohren dazu Löcher in die Tanks, um den Diesel abzupumpen und später auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.
TLV fordert sichere und bewachte Parkplätze für Lkw und will, dass Polizei und Justiz strenger vorgehen und ein einfaches Anzeigenverfahren einführen.
belga/vrt/okr/vk