1,65 Prozent im Monat März, 4,01 Prozent im Monat April: Die Zahlen des föderalen Statistikbüros Statbel sprechen eine deutliche Sprache. Denn damit hat sich die Inflation innerhalb eines Monats mehr als verdoppelt. Grund sind vor allem die fossilen Brennstoffe Öl und Gas. Bei Gas stiegen die Preise im Vergleich zum April 2025 um mehr als elf Prozent. Beim Kraftstoff, basierend auf Öl, waren es gut 27 Prozent.
Auch Dienstleistungen wurden mit einem Plus von gut fünf Prozent deutlich teurer. Die Preise für Mieten (+3,45 Prozent) und Lebensmittel (+1,86 Prozent) gingen im Vergleich nur moderat nach oben.
Deutlich preiswerter wurden dagegen Elektrogeräte wie Smartphones (-11,1 Prozent), Smartwatches (-6,5 Prozent) und Computer (-9,8 Prozent), aber auch Blutdruckmesser (-12,9 Prozent), Beeren (-9,1 Prozent) und Schreibwarenartikel (-6,5 Prozent).
Bei der Veröffentlichung der Inflationszahlen gab es am Mittwoch eine Verzögerung. Die Unternehmensverbände FEB und Unizo hatten ihre Zahlen zu den Energiekosten nicht fristgerecht geliefert. Wirtschaftsminister David Clarinval konnte die Zahlen deshalb erst nach Rücksprache mit dem föderalen Kernkabinett am Abend validieren.
Kay Wagner