Atomkraftgegner haben am Sonntag eine Protestaktion am Brüsseler Zentralbahnhof durchgeführt. Rund 30 Mitglieder der flämischen Organisation "Verenigde Actie Kern Stop" nahmen daran teil.
Aus Anlass des 40. Jahrestages der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl wollten sie die Öffentlichkeit für die Gefahren und Kosten der Kernenergie sensibilisieren.
Die Organisation ruft dazu auf, die Finanzierung und die Entwicklung von Kernenergie und von Atomwaffen zu stoppen. In echte nachhaltige Klimalösungen zu investieren, bedeute in erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu investieren.
"Tschernobyl erinnert uns daran, dass selbst 40 Jahre nach der Atomkatastrophe ein weitläufiges Gebiet rund um den Unfallort immer noch unbewohnbar ist und dies auch noch lange bleiben wird. Schlimmer noch: Die Gesundheit und die Lebensbedingungen der betroffenen Bevölkerung bis weit über den unbewohnbaren Bereich hinaus bleiben auf lange Sicht ernsthaft gefährdet", erklärt die Organisation in einer Mitteilung.
Außerdem steige in einer Zeit zunehmender internationaler Unsicherheit, Konflikte und Kriege die Gefahr von Nuklearkatastrophen.
belga/est