Es ist in letzter Zeit nicht sehr häufig vorgekommen, dass Arbeitgeber und Gewerkschaften auf einer Wellenlänge waren. Erst recht nicht in einer heiklen Thematik wie der Lohnindexbindung. Und wenn die Sozialpartner geschlossen die Regierung dazu aufrufen, den derzeitigen Entwurf einer Deckelung der Lohnindexierung zurückzunehmen, dann kann die Regierung das nicht einfach ignorieren. Zumal die Sozialpartner ja gleich auch einen eigenen Vorschlag präsentierten.
Demnach sollen grob gesagt die Auswirkungen der Energiepreise bei der Berechnung des Indexes gedämpft werden, indem man künftig mit einem gleitenden Zwölfmonatsdurchschnitt arbeitet. So fallen plötzliche Preisspitzen nicht ganz so stark ins Gewicht.
Er habe zusammen mit Premier De Wever diesen Vorschlag gleich den zuständigen Kontrollgremien übermittelt, allen voran dem Planbüro, sagte der MR-Wirtschaftsminister Clarinval in der Kammer. Die sollen nun also die konkreten Auswirkungen prüfen, und das insbesondere mit Blick auf die erforderliche Sanierung der Staatsfinanzen. Auf der Grundlage dieser Gutachten werde die Regierung dann über das weitere Vorgehen entscheiden.
Roger Pint