Die Föderalregierung will Banken dazu verpflichten, mehr Geldautomaten aufzustellen. Das berichten unter anderem die Zeitungen Het Laatste Nieuws und L'Avenir.
Künftig soll unter anderem in jeder Gemeinde mindestens ein Bankautomat stehen. Auch soll es wieder möglich werden, Cash-Automaten etwa in Supermärkten zu installieren. Die Regelung soll gegen Ende des Jahres in Kraft treten.
Rund 5.000 Bankautomaten sind in den letzten zehn Jahren verschwunden; das entspricht einem Minus von 40 Prozent. In einigen Regionen des Landes stellt das die Verbraucher vor Probleme, da Bürger immer weiter fahren müssen, um an Bargeld zu gelangen.
Die Regierung will hier nun einen Riegel vorschieben. Ab dem kommenden Jahr soll ein "Recht auf Bargeld" gesetzlich festgeschrieben sein, schreibt unter anderem die Zeitung Het Laatste Nieuws.
In Städten gilt demnach künftig, dass in einem Umkreis von zwei Kilometern immer ein Geldautomat zur Verfügung stehen muss. Auf dem Land gilt ein Radius von fünf Kilometern. Zudem muss im Hauptort einer jeden Gemeinde ein Automat stehen.
So steht es in einem Gesetzesvorschlag des für Verbraucherschutz zuständigen Ministers Rob Beenders. Sollten die Banken diese Auflagen nicht respektieren, dann könne die Wirtschaftsinspektion aktiv werden, wird der Vooruit-Politiker zitiert.
Insgesamt wird das bedeuten, dass die Zahl der Bankautomaten nicht niedriger sein darf als im Jahr 2021. Damals standen noch rund 5.500 Cash-Automaten zur Verfügung, gut 2.000 mehr als Ende vergangenen Jahres.
Roger Pint