Eine Nulltoleranz ist die einzige eindeutige Lösung für das strukturelle Problem des Alkoholkonsums im Straßenverkehr. Diese Meinung vertritt der Fraktionsvorsitzende der flämischen Sozialisten Vooruit in der Kammer, Oskar Seuntjens, in einem Interview mit der Zeitung "De Zondag".
Aus Zahlenmaterial, um das er Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke (Les Engagés) gebeten habe, gehe hervor, dass letztes Jahr 47.166 Autofahrer in Belgien positiv auf Alkohol getestet worden seien. 21.141 hätten ihren Führerschein abgeben müssen, so der Kammerabgeordnete Seuntjens.
Dieser doppelte Anstieg ist nach seiner Meinung nicht nur darauf zurückzuführen, dass es mehr Alkoholkontrollen gab. Diese Zahlen zeigten vor allem, dass dies kein kleines, sondern ein sehr großes Problem sei. Deshalb plädiere Vooruit erneut für eine Nulltoleranz, denn Alkohol und Autofahren passten einfach nicht zusammen.
vrt/mh