In Antwerpen hat der flämische Landwirtschaftsminister Jo Brouns Samstag den Startschuss für die Aktion "Die Woche unserer Kartoffeln" gegeben.
Damit sollen die Verbraucher in Belgien dazu motiviert werden, vorerst statt Nudeln oder Reis vermehrt Kartoffeln zu konsumieren. Hintergrund ist die Tatsache, dass zurzeit noch rund 800.000 Tonnen Kartoffeln in Lagerhallen liegen, die nicht mehr in den Handel kommen werden, weil der Markt gesättigt ist. Dies ist vor allem auf die gute Ernte im letzten Jahr und einen starken Rückgang der belgischen Fritten-Exporte zurückzuführen. Grund dafür sind die geopolitische Spannungen und die Erhöhung von Zöllen.
Wegen des Kartoffel-Überschusses ist der offizielle Verkaufspreis auf null Euro gefallen. Die Aktion der "Woche unserer Kartoffeln" zielt darauf ab, die Bauern finanziell zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass die Lagerbestände nicht vernichtet werden müssen.
vrt/belga/mh