Der Streik bei Bpost ist am Freitag noch nicht vorbei. Nach Angaben des Vorsitzenden der liberalen Gewerkschaft (VSOA), Luc Tegethoff, gibt es in Flandern hier und da noch spontane Aktionen, in der Wallonie sind weiterhin Streikposten aufgestellt.
Bpost hatte am Donnerstagabend mitgeteilt, dass mit den Gewerkschaften eine Einigung über die Umsetzung des Umstrukturierungsplans für die Postboten erzielt worden sei.
Die für öffentliche Betriebe zuständige Föderalministerin Vanessa Matz (Les Engagés) äußerte sich erfreut. Auch in schwierigen Lagen bleibe der soziale Dialog der beste Weg, voranzukommen, sagte Matz.
Der Entwurf muss aber zunächst den Mitarbeitern zur Abstimmung vorgelegt werden. Die liberale Gewerkschaft rechnet frühestens am Montag mit einer Stellungnahme der gesamten Belegschaft. Bis dahin seien weiter mit Störungen bei der Postzustellung zu rechnen, so der Vorsitzende Tegethoff.
Seit Ende März hatten die Gewerkschaften bei der Post gegen eine neue Arbeitszeitenregelung gestreikt, die im September in Kraft treten sollte. Vor allem in der Wallonie gab es lauten Protest.
Die am Donnerstagabend getroffene Übereinkunft sieht vor, dass die meisten Dienste bei der Post um 17 Uhr enden sollen. Auch sollen die Postboten ihre festen Runden behalten. Der Wert der Mahlzeitschecks wird um zwei Euro erhöht. Geplant ist weiter, einen Pool von Freiwilligen zu bilden, die flexiblere Arbeitszeiten akzeptieren.
belga/schb/vrt/jp