In der Wallonie läuft die Postzustellung auch am Donnerstag nur stark eingeschränkt. Laut Bpost werden weniger als ein Viertel der Routen abgewickelt. In Brüssel und Flandern dagegen waren am Donnerstagmorgen fast alle Zusteller unterwegs.
Hauptproblem sind laut dem Unternehmen, dass einige Verteilzentren durch Streikposten blockiert werden, vor allem im Zentrum des Landes. Am Mittwoch hatten rund 87 Prozent der Briefträger in der Wallonie die Arbeit niedergelegt. Am Mittwochnachmittag dann kam der Sozialdialog wieder in Gang.
Die christliche und die sozialistische Gewerkschaft, die ein Treffen mit Postchef Chris Peeters erst abgelehnt hatten, stimmten nach Gesprächen mit einem Sozialschlichter doch zu. Am Freitag sollen die Verhandlungen unter Vermittlung der Schlichter fortgesetzt werden.
Der Streik richtet sich gegen den angekündigten Umstrukturierungsplan, der unter anderem Änderungen der Arbeitszeiten für Postboten vorsieht.
belga/jp