23 Prozent der Brüsseler Bevölkerung war im vergangenen Jahr von Armut bedroht. In der Wallonie lag der Wert bei 13 Prozent und in Flandern bei sieben Prozent. Das geht aus Zahlen des Observatoriums für Gesundheit und Soziales hervor. Die Zahl der Menschen, die in Brüssel in extremer Armut leben, ist demzufolge innerhalb von zwei Jahren um mehr als 25 Prozent gestiegen.
In Brüssel gibt es den Zahlen zufolge rund 10.000 Obdachlose. Laut Christa Matthys von der "Brüsseler Plattform gegen Armut" sind vor allem die hohen Mietpreise ein Problem. Es müsse investiert werden, denn bei Sozialwohnungen hinke man dem Bedarf deutlich hinterher, sagte sie.
Im Durchschnitt gibt jeder Einwohner von Brüssel mehr als ein Fünftel seines Einkommens für Wohnen aus. Auf der Warteliste für Sozialwohnungen standen Anfang des Jahres 2025 mehr als 55.000 Familien. Im 15-Jahres-Vergleich bedeutet das einen Anstieg von 78 Prozent. Teilweise beträgt die Wartezeit bis zu zehn Jahre.
vrt/moko